Transformation von Industrielandschaften

John Brinckerhoff Jackson, einer der Gründerväter der American Landscape Studies, definierte den Begriff "landscape" 1984 wie folgt: "Landscape is not a scenery, it is not a political unit; it is really no more than a collection, a system of man-made spaces on the surface of the earth. Whatever its shape or size, it is never simply a natural space, a feature of the natural environment; it is always artificial, always synthetic, always subject to sudden or unpredictable change."

Basierend auf dieser Definition müssen alle Landschaften, vor allem die industriellen und postindustriellen Landschaften in einer völlig neuen Art und Weise gelesen werden. Dies wird nicht nur in der Landschaftsarchitektur zwangsläufig zu einer neuen Planungs- und Entwurfsstrategie führen, sondern in allen benachbarten Disziplinen, die sich mit der Gestaltung einer globalen nachhaltigen Umwelt beschäftigen.

Der Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und industrielle Landschaft (LAI) arbeitet in diesem speziellen Bereich der Forschung und konzetriert sich dabei auf die Auseinandersetzung mit Transformationslandschaften industrieller Prägung.  In seinem Buch "Syntax der Landschaft. Die Landschaftsarchitektur von Peter Latz und Partner" veröffentlichte Udo Weilacher 2009 die Ergebnisse seiner Forschung über die Arbeit von Peter Latz und wurde 2012 von der Foundation of Landscape Studies in New York mit dem renommierten John Brinckerhoff Jackson Buchpreis ausgezeichnet. Im Rahmen aktueller Forschungsprojekte am Lehrstuhl LAI steht überdies die Auseinandersetzung mit dem Alpenraum als Europäische Industrieregion im Mittelpunkt des Interesses.